Was versteht man unter der chinesischen Ernährungslehre?

Als Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) basiert die chinesische Ernährungslehre auf einer gesunden Ernährung nach alten traditionellen chinesischen Weisheiten. Dies soll Ying und Yang ausgleichen und daher auch präventiv wirken.

Die energetische Vorstellung in der chinesischen Diätetik geht davon aus, dass die Lebenskraft „Chi“ Menschen, Pflanzen, Tiere und das ganze Universum durchdringt. In uns fließt das Chi über Leitbahnen. Sind diese an einer Stelle gestört und kann das Chi nicht mehr richtig fließen, geht die TCM von einer Krankheit aus. Die Chi-Kraft der Lebensmittel kann man gezielt nutzen, um die Störungen zu beheben, dass das Chi im Körper wieder richtig fließen kann.

Wie funktioniert chinesische Diätetik?

Die gute Nachricht: vergessen Sie das Kalorien zählen, mühsame Diäten oder den ständigen Blick auf die Vitamine. Das Prinzip der chinesischen Ernährungslehre ist einfach: je mehr unsere Ernährung mit der Natur im Einklang ist, desto leichter und schneller kann unser Körper das Chi aus der Nahrung in Energie umwandeln.

Aus therapeutischer Sicht werden Lebensmittel nach folgenden Kriterien unterschieden:

Temperaturverhalten:

Ob ein Lebensmittel als heiß oder kalt bezeichnet wird, ist nicht identisch mit dem Empfinden, so wie wir es kennen. In der chinesischen Ernährunlehre geht es um die energetische Dynamik eines Lebensmittels. So können Chilis zum Beispiel Prozesse in unserem Körper beschleunigen, während Apfelsinen oder Wassermelonen sie verlangsamen.

Geschmacksrichtung:

Die Einteilung von salzig bis scharf bezieht sich darauf, in welcher Tiefe oder Schicht ein Lebensmittel wirkt. So schmeckt beispielsweise eine Gurke zwar nicht süß, ist jedoch dieser Geschmacksrichtung zugeordnet, da ihre Säfte eine spendende und stützende Wirkung haben.

Energetische Wirkung:

Sie bestimmt, ob Lebensmittel emporheben oder absenken, an der Oberfläche oder in die Tiefe wirken. Wenn beispielsweise Frauen Probleme mit Hitze in den Wechseljahren haben, dann sollten Sie Lebensmittel wie Rotwein oder gegrilltes Schaffleisch mit emporsteigender Wirkung vermeiden, sonst bekommen sie schnell einen roten Kopf.

Funktions- und Leitungsbahnen:

Jedes Lebensmittel wirkt in einem anderen Funktionskreis beziehungsweise in einer anderen Leitungsbahnen auf das Chi. Gemeint ist, in welchem Funktionskreis beziehungsweise in welcher Bahn das Lebensmittel seine Wirkung entfaltet.

So können Lebensmittel gezielt angewandt werden, um unseren Körper zu kühlen oder zu wärmen, oberflächlich oder tief zu wirken. Je nach Bedarf können Sie das Chi ausgleichen, damit wir uns wieder wohl fühlen.

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Zuletzt aktualisiert am 16.12.2019